Wissensarbeit und Profession

Pernicka, Susanne ; Lücking, Stefan ; Ellmer, Markus:
Wissensarbeit und Profession – Zwei Grundformen hochqualifizierter Arbeit zwischen Autonomie und Verwertungslogik.
In: Haipeter, Thomas (Hrsg:): Angestellte Revisited : Arbeit, Interessen und Herausforderungen für Interessenvertretungen. Wiesbaden : VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2016, S. 183–202.
ISBN 978-3-658-11232-5DOI 10.1007/978-3-658-11233-2_8

Angestellte Revisited (Cover) Susanne Pernicka, Stefan Lücking und Markus Ellmer befassen sich in ihrem Beitrag mit der Frage, welche Handlungsrationalitäten hochqualifizierte Beschäftigte auf unterschiedlichen institutionellen Feldern antreiben. Dabei unterscheiden sie zwei institutionelle Logiken zur Kontrolle wissensbasierter und schöpferischer Tätigkeiten, Wissensarbeit und Professionsarbeit. Im Unterschied zur Professionsarbeit zeichnet sich Wissensarbeit dadurch aus, dass es kaum soziale Schließungen und Begrenzung der Konkurrenz gibt und dass deshalb der Wettbewerbsdruck stärker und zugleich die Zielorientierungen der Beschäftigten denen des Managements näher sind. Aus beiden Gründen ist den AutorInnen zufolge die Bereitschaft der Wissensarbeiter zur kollektiven Organisierung ihrer Interessen geringer als die der Professionsarbeiter, die sich stärker in professionellen Verbänden oder auch Gewerkschaften organisieren.

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